Einfach zum Nachdenken

Ein kurzer Impuls für den Tag von unseren Mitschwestern, von Papst Franziskus, aus den Sprüchen der Wüstenväter, aus der Hl. Schrift, der Regel des Hl. Benedikt … – einfach zum Nachdenken!

Als Wüstenväter werden die Mönche in der ägyptischen Wüste bezeichnet, die dort ab dem 3. Jahrhundert als Einsiedler oder in Gemeinschaften von Einsiedlern ein Leben des Gebets und der Gottsuche führten.

Das Evangelium (vgl. Lk 19,1-10) lässt uns den Spuren Jesu folgen, der auf seinem Weg nach Jerusalem in Jericho Halt macht. Da war eine große Menschenmenge, die ihn empfing, darunter ein Mann namens Zachäus, der der oberste »Zollpächter« war, das heißt einer jener Juden, die im Auftrag des Römischen Reiches die Steuern eintrieben. Zachäus »suchte Jesus, um zu sehen, wer er sei« (V. 3); er wollte ihn nicht treffen, aber er war neugierig. Und da er klein von Gestalt war, lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, »um Jesus zu sehen« (V. 4). Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sah ihn (vgl. V. 5). Und das ist wichtig: der erste Blick ist nicht jener des Zachäus, sondern der Blick Jesu, der unter den vielen Gesichtern, die ihn umgaben – die Menschenmenge – genau dieses sucht. Der barmherzige Blick des Herrn erreicht uns noch bevor wir erkennen, dass wir ihn brauchen, um errettet zu werden. Und mit diesem Blick des göttlichen Meisters beginnt das Wunder der Umkehr des Sünders. (Papst Franziskus)