Mein Weg ins Kloster2020-03-02T09:55:21+01:00

Äbtissin M. Veronika zum Thema „Berufung“

Mutter Veronika bei der Quelle

Zur Quelle

„Wer ist der Mensch, der das Leben liebt/will und gute Tage zu sehen wünscht?“ fragt unser hl. Ordensvater Benedikt im Prolog seiner Regel.
Haben Sie sie schon verspürt oder brennt sie schon in Ihnen – diese Sehnsucht nach dem wahren Leben? Nach dem „Leben in Fülle“ (Joh 10,10), das Christus allen verheißt, die sich auf den Weg der Nachfolge machen – nach diesem Leben, das ER selbst ist?
Das Leben in Gemeinschaft ist hilfreich und bereichernd, und es fordert uns auch heraus – wie jedes volle Leben. Jesus Christus wollen wir begegnen im gemeinsamen Gebet und in den Anforderungen des Alltags – Tag für Tag und Schritt für Schritt. Nun gehe ich seit fast 30 Jahren diesen Weg und staune immer wieder neu über Gottes große Güte und Barmherzigkeit und seine sichere Führung. „Seht, in seiner Güte zeigt uns der Herr den Weg des Lebens“ – diesem Satz des Hl. Benedikt kann ich voll und ganz zustimmen. Wen Gott in seine Nachfolge ruft, der wird von ihm reich und überreich beschenkt.
Wollen Sie sich nicht auch auf den Weg der Nachfolge, auf den Weg des Lebens machen?

Im Gebet und im Herrn verbunden
+ Äbtissin M. Veronika vom Hlgst. Herzen Jesu

März 2020

Der hl. Franz von Sales ermutigt uns:
Gott sieht deinen kleinen Schritten wohlgefällig zu und wird wie ein guter Vater, der sein Kind an der Hand hält, Seine Schritte den deinen angleichen und sich damit begnügen, nicht schneller zu gehen als du. Worüber sorgst du dich dann? Nach der einen oder anderen Seite zu gehen? Schneller oder langsamer? Wenn nur Gott bei dir ist und du bei IHM!

Februar 2020

Junge Menschen, die sich überlegen den Ordensweg einzuschlagen, versuche ich zu motivieren und rate ihnen, dabei aber ganz realistisch zu bleiben. Der hl. Benedikt drückt den Weg ins Kloster selbst am besten aus und zeigt sich als Heiliger, der mit beiden Beinen im Leben steht:

„Jetzt müssen wir laufen und tun, was der Ewigkeit nützt. Wir wollen also eine Schule für den Dienst des Herrn errichten. Bei dieser Gründung hoffen wir, nichts Hartes und nichts Schweres festzulegen. Sollte es jedoch aus wohlüberlegtem Grund etwas strenger zugehen, um Fehler zu bessern und die Liebe zu bewahren, dann lass dich nicht sofort von Angst verwirren und fliehe nicht vom Weg des Heiles; er kann am Anfang nicht anders sein als eng. Wer aber im klösterlichen Leben und im Glauben fortschreitet, dem wird das Herz weit und er läuft in unsagbarem Glück der Liebe den Weg der Gebote Gottes.“ (aus der Regel des hl. Benedikt, Prolog 44-50)

Weihnachten 2019

Als ich 1990 nach den Weihnachtsfeiertagen wieder nach Salzburg zurückkam, wo ich eine Ausbildung absolvierte, war für mich klar: ich werde nicht ins Kloster eintreten, ich möchte eine Familie. Dennoch lud mich die Novizenmeisterin nochmals ein und stellte mir eine Frage:
„Was bedeutet Ihnen Jesus?“
Diese Frage ließ mich nicht mehr los…

Dezember 2019

„Freu dich innig am Herrn! Dann gibt er dir, was dein Herz begehrt.
Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertrau Ihm, Er wird es fügen.“

Ps 37 (36), 5-6

Das Gebet - Tabernakel

November 2019

Das Hingabegebet des sel. P. Rupert Mayer half mir immer in schweren Zeiten, und ich bete es auch jetzt bei großen Entscheidungen:
„Herr, wie Du willst, soll mir gescheh’n;
und wie Du willst so will ich geh’n;
Hilf Deinen Willen nur versteh’n.

Herr, weil Du’s willst, drum ist es gut;
und weil Du’s willst, drum hab ich Mut.
Mein Herz in Deinen Händen ruht! – Amen“

Oktober 2019

Wir können Sie nur zu Christus führen, Er muss Sie dann zu uns führen.