Rötelbild aus dem 17. Jh. unter Äbtisstin Magdalena I. von Schneeweiß (1620-1625)

„Im Angesicht der Engel will ich dir singen.“ Da sind zwei Bezugspunkte angegeben. Der erste heißt: wir singen »dir«. Es handelt sich um Begegnung mit dem lebendigen Gott. Wir singen nicht einfach für uns selber, führen etwas auf; wir singen auf ein Du hin. Wir singen, ihn vor Augen und um zu ihm vorzudringen. Wir singen für Gott – für den Gott, der kein Unbekannter für uns ist, sondern ein Gesicht hat, das Gesicht Jesu Christi. Der zweite Gesichtspunkt lautet: vor den Engeln singen wir. Benedikt wollte sicher den Mönchen sagen, sie sollten bedenken, dass bei ihrem Chor im Stillen die Engel anwesend sind, dass sie zuhören und der Gesang so sein soll, dass die Engel ihn hören können. Aber es ist mehr – es ist nicht nur, dass die Engel da sind und zuhören. Sondern wir singen mit ihnen. Wir sollten also das »Ohr des Herzens« so weit öffnen, dass wir sozusagen den Gesang der Engel innerlich verstehen und in ihn einstimmen, mit ihnen mitsingen können. Gemeint sind natürlich dann bei diesem Mitsingen nicht nur die Engel, sondern die ganze Gemeinschaft der Heiligen aller Orte und Zeiten. Wir singen zuerst für dieses Du – für den Einen. Aber singen und spielen nicht nur als Individuen, sondern im Einklang mit dem großen Gesang von Himmel und Erde, mit dem Gesang aller Zeiten. (Pp. Benedikt XVI., Castelgandolfo, 28. September 2007)

Engelpatenschaften

„Im Angesicht der Engel will ich dir Psalmen singen.“

Diesen Psalmvers zitiert der hl. Benedikt im 19. Kapitel seiner Regel („Über die Haltung beim Gottesdienst“) und sagt damit Wesentliches über das Gebet aus. Um uns dieses Singen und Beten im Angesicht der Engel in besonderer Weise bewusst zu machen, haben sich unsere Mitschwestern im 17. Jahrhundert dazu entschieden, den Maler Matthäus Ostendorfer mit der Ausmalung der Decke unserer Chorkapelle zu beauftragen. Das Ergebnis ist ein Himmel voller Engel, die musizierend, singend und lauschend seit dem Jahr 1625 bei jeder Gebetszeit über unseren Köpfen schweben. Das Faszinierende ist, dass es Matthäus Ostendorfer gelungen ist, 127 (!) unterschiedliche Engel zu malen: es gibt Musiker mit Instrumenten des 17. Jahrhunderts sowie Sänger, Frauen und Männer, Knaben und Mädchen aller Altersstufen, angefangen beim 9 Monate altem Baby. Vierzehn Engel tragen die Attribute der Passion Christi. Auch drei Nonnen haben sich unter den himmlischen Chor gemischt. In ihren Gesichtern spiegelt sich Aufmerksamkeit, vornehme Zurückhaltung, jugendlicher Schalk, Bescheidenheit aber auch Selbstbewusstsein. Allen Engeln gemeinsam ist Schwung und Lebendigkeit.

Vieles von dieser jugendlichen Schönheit und Leuchtkraft hat im Laufe der Zeit der unvermeidliche Ruß der Kerzen zugedeckt, dazu kommen Beschädigungen, die bei der Freilegung der Fresken im Jahr 1951 entstanden sind. Die Generalsanierung unserer Chorkapelle bietet uns nun die Möglichkeit, den Engel ihre ursprüngliche Schönheit wiederzugeben. Doch dies ist finanziell ein großes Unterfangen. Auch an den Heiligen in unserer Chorkapelle ist die Zeit nicht spurlos vorübergegangen

Darum bitten wir Sie, uns durch die Übernahme einer Patenschaft für einen Engel oder eine/n Heilige/n bei der Renovierung zu unterstützen.
Durch „Ihren“ Engel oder Heilige/n sind Sie und Ihre Anliegen beständig unserem Gebet gegenwärtig und in besonderer Weise darin eingeschlossen. Selbstverständlich werden alle Engel nur einmal vergeben.

Wie gelange ich zu einer Patenschaft?
Sie finden alle verfügbaren Engel und Heiligen auf dieser Webseite. Wenn Sie sich für einen Engel oder Heiligen entschieden haben, teilen Sie uns das bitte per E-Mail (stift.nonnberg@aon.at) unter Angabe der jeweiligen Nummer sowie Ihres vollständigen Namens (inkl. Postadresse und Mailadresse) mit. Sie erhalten darauf ein Bestätigungsmail und nach Zahlungseingang die Bestätigung der Patenschaft.
Die Engel/Heiligen werden ausschließlich in der Reihenfolge des Einlangens vergeben.
Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten (voraussichtlich im Sommer) erhalten Sie eine Bestätigungsurkunde mit dem Bild „Ihres“ Engel/Heiligen zugesandt.

Ihre persönlichen Daten werden von uns ausschließlich und einmalig für die Durchführung der Patenschaftsaktion verwendet und keinesfalls an Dritte weitergeben.

Die Engel sind nach Gruppen geordnet. Auf den Übersichtsfotos ist jeweils ersichtlich, wo in der Chorkapelle sich Ihr Engel oder Ihr/e Heilige/r befindet. Alle Fotos zeigen die Engel/Heiligen im Zustand vor der Restaurierung.

Engel Feld 1-3 links
Die Patenschaft kostet jeweils € 500,-.

Engel Feld 4-6 links
Die Patenschaft kostet jeweils € 500,- (außer Engel Nr. 17).

Engel Feld 7-9 links
Die Patenschaft kostet jeweils € 500,- (außer Engel Nr. 26).

Engel Feld 10-12 links
Die Patenschaft kostet jeweils € 500,- .

Engel Feld 1-3 rechts
Die Patenschaft kostet jeweils € 500,- .

Engel Feld 4-6 rechts
Die Patenschaft kostet jeweils € 500,- (außer Engel Nr. 47) .

Engel Feld 7-9 rechts
Die Patenschaft kostet jeweils € 500,- (außer Engel Nr. 64) .

Engel Feld 10-12 rechts
Die Patenschaft kostet jeweils € 500,- (außer Engel Nr.73) .

Engel in der Mitte der Chordecke
Die Patenschaft kostet jeweils € 500,- (außer Heiliger Geist Nr. 83) .

Engel mit den Attributen der Passion
Die Patenschaft kostet jeweils € 1.500,- (außer Engel Nr. 85, 91, 92) .

Musizierende Engel, Sänger und Nonnen
Die Patenschaft kostet jeweils € 3.000,- (außer Engel Nr. 102,109, 109A, 115-118, 122, 126, 128-130) .

Heilige am Orgelprospekt

Heilige an den Seitenwänden und an der Stirnwand