Das Hochfest unserer hl. Haus- und Landesmutter Erentrudis am 30. Juni konnten wir wie gewohnt mit zwei festlichen Gottesdiensten feiern. Bedingt durch die aktuelle Hitzewelle feierte Pfr. em. Johanneas Scherer die morgendliche, mit rhythmischen Liedern gestaltete Kryptamesse in der Stiftskirche.
Dem abendlichen Pontifikalgottesdienst stand Erzabt Jakob Auer OSB /Erzabtei St. Peter vor, der uns mit einer sehr tiefgründigen und einprägsamen Predigt beschenkte. Ausgehend vom Festtagsevangelium Joh 15,1-8 erläuterte er in seiner Predigt, dass zum Leben eine Radikalität in Sinne ihrer ursächlichen Wortbedeutung gehört. Er betonte, dass wir nicht nur von Erinnerungen leben, sondern von unseren Wurzeln (radix) – radikal abhängen. Diese Radikalität sei die Grundlage für das Sich-senden-lassen, und die Grundlage, um sich auf das Heute einlassen zu können. So wie die Reben alle an einem Weinstock hängen, so brauche auch der Mensch in seiner Individualität die Gemeinschaft, vor allem aber das Miteinander auf dem Weg der Gottsuche. In der Verbindung mit der Wurzel, die Jesus Christus ist, können wir reiche Frucht bringen. Er ist die Quelle des Lebens und im Bringen der Früchte leben wir hinein in sein Reich.
Besonders gefreut hat es uns, dass trotz der großen Hitze viele Menschen gekommen waren, um mit uns zu feiern und am Ende der Hl. Messe den Einzelsegen mit den Reliquien der hl. Erentrudis zu empfangen.



